Schicksale  

Karte aus dem Land hinter der Regenbogenbrücke...

An meine Pfleger aus dem Tierheim, meine Ausführer, alle die mich kannten
und besonders meine Menschen, bei denen ich die letzten Monate verbringen durfte!

Zuerst einmal; mir geht es gut hier. Keine Schmerzen mehr, viele neue Kumpels,
leckeres Essen und immer schönes Wetter!!
Danke, dass ihr mir geholfen habt hier hin zu kommen, bei mir wart als ich
euch am meisten gebraucht habe. Ich weiss, dass es nicht leicht für euch
war und dass es euch viel Überwindung gekostet hat, aber ihr habt für
mich die beste Entscheidung getroffen.

Im September 2005 kam ich ins Tierheim, mein Mensch war nicht mehr in der
Lage anständig für mich zu sorgen...Schon ein komisches Gefühl, weg von
Zuhause, rein in einen Zwinger. Da ich aber aus allem immer das Beste gemacht
habe (und mich natürlich auch im Tierheim sofort von meiner tollen Seite
gezeigt habe), war die Zeit dort gar nicht schlimm. Hab ziemlich schnell
ein tolles Hundemädchen bekommen (Bella, eine Rotti-Hündin), bisschen pummelig
war sie ja schon, aber ich mochte jedes Gramm an ihr. Auch meine roten, zernagten
Hinterbeine hab ich ihr nie krumm genommen (sie hat es geliebt mir "zärtlich" in meine
Beine zu zwicken). Mit meinem Charme hab ich so ziemlich jeden Ausführer um den
Finger gewickelt, hatte viele Menschen die mit mir und Bella im Auslauf geschmust
haben.

Im Oktober 2006 wuchs dann so ein doofer Knubbel zwischen meinen Zehen...Mastzelltumor
haben die Menschen im Tierheim gesagt. Ich hab das Wort zwar nicht verstanden, aber
an ihren traurigen Gesichtern konnte ich erkennen, dass das wohl nichts Gutes war.
In meinen Lymphknoten waren auch schon Krebszellen....
Meine Pfleger im Tierheim, meine Ausführer und Schmuser waren besorgt...ob sie trotz
meiner Krankheit und meiner stattlichen Grösse noch ein Zuhause für mich finden würden.

Haben sie! Am 3. Mai 2007 durfte ich in mein neues Zuhause ziehen (Geheimtipp für
alle Hundekumpels: dort solltet ihr einziehen, es ist traumhaft!). Eine Hundedame
hatte ich dort auch wieder an meiner Seite, zwar kein beinezwickendes Pummelchen
wie Bella, dafür eine wunderschöne schlanke Dobermann-Dame. Meine Menschen haben
mich geliebt und waren immer für mich da (dass ich sie über alles geliebt habe
und es heute noch tue, brauch ich ja nicht extra zu erwähnen).

An meine Menschen: Ihr seit am 24. September 2007 für mich da gewesen, habt mir
geholfen in mein endgültiges Zuhause hier zu kommen. Es hat geschmerzt euch so
traurig zu sehen...Ich habe eure Nähe gespürt, eure Hände haben mich gestreichelt,
eure Tränen sind in meinem Fell versickert....

Danke für die schönen letzten Monate, danke, dass ihr da wart...
Behaltet mich immer so in Erinnerung, wie ich war: gross, verschmust, treu, wunderschön!

Viele Grüsse aus dem Regenbogenland,


Aron, Dogo Argentino